Was ist ein Gigaliner?

Es wird mal wieder diskutiert in der Politik: Diesmal nicht über Steuersenkungen oder den Atomausstieg, sonder über Gigaliner. Die Frage lautet: Gigaliner erlauben oder nicht? Ein Gigaliner ist kein normaler Schwertransporter – sie sind bis zu 30 Meter lang und 60 Tonnen schwer.
Aber was sind die Auswirkungen solcher Schwertransporter?
Die Vorteile für die Spedition liegen auf der Hand: Weniger Fahrten, da deutlich mehr transportiert werden kann, also ein deutliches Ersparnis – und sogar umweltfreundlich. Ganz im Gegenteil sagen Gegner, die den Gigaliner, der in Amerika alltäglich ist, in Europa sogar ganz verbieten wollen. Man befürchtet, dass der Verkehr von der Schiene auf die Straße verlegt wird, also deutlich mehr CO2 produziert wird – entgegen der Absichten für die neuen Schwertransporter.
Außerdem gefährden die Gigaliner den Verkehr: Insbesondere der Autobahn kann es beim Überholen zu einer Zunahme der Unfälle führen, mit gravierenden Folgen für Menschen (mehr Verletzte), aber auch für die Autobahn (Schäden durch die Masse) an sich. Generell ist das Problem die große Gesamtmasse von bis zu 60 Tonnen – zum Vergleich: Ein solcher Schwertransporter wäre schwerer, zugleich aber rund acht Meter kürzer als eine Boeing 737. Deswegen befürchten viele Straßenschäden und enorme Kosten für die Sanierung der Straßen.
Und noch etwas: Diese Schwertransporter sind für Innenstädte durch die Länge ungeeignet. Folgen sind Staus in den Innenstädten, durch Gigaliner, die Kreuzungen versperren. Insgesamt spricht also wenig für die Gigaliner. Wer sie dennoch befürwortet, muss wohl eine Spedition in Amerika aufbauen; damit die Politik wieder zu ihren alltäglichen Diskussionen zurückkommen kann.

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